Mittwoch, 26. Dezember 2012

Am Weihnachtsmorgen haben wir erst mal ausgeschlafen, was  für Amerikaner sehr unnormal ist. Normalerweise steht man um ungefähr sechs uhr morgens auf, guckt in seine Stockings (sowas wie socken) und weckt dann die Eltern auf, um Geschenke auszupacken. Bei uns ist das ganze ein wenig anders abgelaufen, da Nick arbeiten musste und wir mit dem feiern auf ihn warten wollten. 



Am 24. allerdings haben wir nicht viel gemacht, außer Geschenke fertig 
eingepackt, Kekse gebacken, Nägel lackiert und in Eiseskälte gegrillte Steaks gegessen. Die Amis grillen wohl bei jedem Wetter.. 


 

Wir haben am 25. also  bis um 11:00 Uhr geschlafen, sind dann in ruhe duschen gegangen und haben dannach erst in unsere Socken geguckt. Santa war dann auch schon da, obwohl wir vergessen hatten cookies und milch bereit zu stellen, was hier normalerweise so üblich ist.
Die Zeit bis um 18:00 Uhr haben wir dann mit Wii spielen tot geschlagen und als Nick dann endlich Zuhause war, gabs erst mal Turkey. Nachdem wir gegessen hatten, hieß es Geschenke auspacken. Ich habe viele Kleinigkeiten, Make up, ein neues Objektiv ( <3), und Geld bekommen. Nach dem alle Geschenke ausgepackt waren, gabs Kuchen und wir haben noch ein bisschen zusammen rumgesessen und Weihnachtsmusik gehört. Oma, Opa und Onkel waren auch dabei. 


Am nächsten Morgen bin ich mit pinken und schwarzen Luftballons über meinem Bett aufgewacht und Frühstück wurde mir auch gebracht. :) Von Michelle habe ich dann eine supper süße Karte und meine geliebte Urban Decay Lidschatten palette bekommen.


Mama hat mir die Reise meiner Träume und Eintrittskarten für Cirque Du Soleil in Vegas geschenkt (Sie ist die Beste!<3).  

<3
Abends sind wir noch alle zusammen ins Kino gegangen und haben Lincoln geguckt, ein sehr politischer Film von dem ich allerdings nicht viel verstanden habe. Wieder zurück Zuhause gab es dann Schokofondue und dann war der Tag auch schon rum.

Am Montag haben wir geschossen. Michelle hat eine kleine Handpistole die ich benutzen durfte.. Ich hab beim dritten Versuch dann auch gleich in die Mitte getroffen :P. Die Dinger sind ziemlich laut, weswegen wir Ohrenstöplel getragen haben. Am Anfang war es seltsam und etwas beängstigend in der Garage mal eben so vier verschiedene Waffen zu sehen, aber nach einiger Zeit gins dann. 






Hier noch ein Weihnachtsbild von uns. :)





Samstag, 22. Dezember 2012

Gestern war endlich unser letzter Schultag. Wir hätten wegen dem Datum von Kirsten eigentlich nicht hin gemusst (man kann ja nie wissen), aber da Michelle noch 2 Tests schreiben musste, sind wir doch gegangen. Außer Donuts essen, rumsitzen und Schneeflocken schnippeln hab ich nichts anderes gemacht, und das acht Stunden lang. 


In der Pause haben wir dann von Grace Duftkerzen geschenkt bekommen und als Weihnachtsbaum verkleidete Schüler haben Candy canes ausgeteilt, die man in der Woche zuvor an seine Freunde verschicken konnte. Insgesamt waren die acht Stunden also ziemlich langweilig.

Als der Schultag dann endlich vorbei war und wir Zuhause waren haben wir Geschenke eingepackt und Schokobrezeln gemacht. Am nächsten Morgen sind wir dann noch die Letzten Weihnachtsbesorgungen machen gegangen, wobei wir einer Weihnachtskuh begebnet sind.


Außerdemm werden dieses Jahr die Geschenke erst am 25 aufgemacht und das in aller hergottsfrühe, hört sich nach Spaß an... Abends ist dann ein großes Turkeyessen geplant, aber zum Thema amerikanische Weihnachten erzähl ich sowieso noch mal mehr.

Samstag, 15. Dezember 2012

In der letzten Zeit ist wieder mal nicht viel passiert, wir haben unseren Weihnachtsbaum gekauft (am ersten Dezember), früh ich weis, aber das ist normal hier. Wir mussten natürlich den grössten haben, nur um dann festzustellen, dass er nicht ins Haus passt, aber nach einigem zurechtschneiden stand er dann. Am 07.12 hatte Nick, mein Gastvater, Geburtstag und wir haben uns gedacht, ihm eine Mitgliedschaft im Fitnesstudio zu schenken. Wir sind also los, um das passende Outfit  zu besorgen, aber als er dann eine sporthose in der Hand hielt, war sein einziger Kommentar: "you wanna make me gay?" naja, glücklich war er am Ende aber doch noch, hoffentlich.
Letztes Wochenende sind wir dann zu unserer lieblings mall gefahren, um Weihnachtsgeschenke zu kaufen und anschließend im Pfannkuchenhaus Mittagessen zu gehen.


Apple cinnamon and strawberry
Zuhause angekommen hieß es dann Geschenke einpacken und Karten schreiben. Die Päckchen für Deutschlad sind auch schon startklar und werden morgen losgeschickt.



Michelle hällt es grade für nötig mir alle Disney movies vorzufrühren die ich noch nicht gesehen habe und das sind eine ganze menge...aber da unser Haus grade zu von deutschen Lebkuchen und anderem Kram überquillt, lassen sich die Filme gut aushalten (Danke Mama).





Auch wenn nicht alles heile angekommen ist.. die Weihnachtsbaumkugel hängt trotzdem! ;)  

Während ihr eingeschneit werdet, sind hier immer noch 12 bis 15 Grad und Jacken werden noch nicht gebraucht, das Weihnachtsfeeling lässt daher allerdings auch noch auf sich warten.

Hier noch ein paar Bilder unsere photographie Hausaufgaben. Das Thema war "Dramatic lightening". Mit Schwarzer Bettwäsche, iPhone lampen und Ässten, sind dann auch  ein paar ganz gute entstanden. 




Letzte woche konnte man in der Schule "Smiles" verschicken, die dann am Freitag ausgeteilt wurden, hier ein Beispiel.



Noch eine Woche und dann sind auch schon Ferien, dannach werden die Stundenpläne geändert und dann ist das erste halbe Jahr auch schon rum.. die Zeit vergeht wie immer viel zu schnell. Sonst ist im moment eigentlich nur backen angesagt.

Peanut butter cookies! *__*

  

Mittwoch, 28. November 2012

Letzte Woche Donnerstag war ja Thanksgiving, es gibt eigentlich nicht viel zu erzählen was Thanksgiving angeht, außer, dass man Mittwoch den ganzen Tag kocht, um am Donnerstag den ganzen Tag lang zu essen.
Es gab natürlich turkey, green beans, mashed potatos, stuffing, rolls, gravy, develd egs, fruit salat und alle arten von pie. Der Bruder und die Mutter von Kirsten (meine Gastmutter) waren hier und Brendan mein 18 jähriger Gastbruder. Da wir reichlich viele waren, hatten wir nicht lange was vom Truthan, was schade war, weil Truthan wirklich lecker ist. Aber es war definitiv ein Erlebniss. :)







Weil wir Mittwoch bis Sonntag frei hatten, waren wir am Montag recht unmotiviert was Schule anging. Kaum waren wir dann aber an der Schule angekommen, sollten wir, anstatt wie normal zu parken, zum Footballstadium fahren. Uns wurde erzählt, dass eine Evakuierungsübung stattfand, welche aber morgens vorm Unterricht ziemlich ungewöhnlich sind. Anstatt auszusteigen und uns den Tod in der Kälte zu holen, sind wir Kaffee kaufen gegangen und als dann ne E-mail kam, dass es doch keine Übung war, sondern eine Bombendrohung, haben wir es, wie die meißten Schüler, nicht für nötig gehallten zu warten bis die Entwarnung kam, um dannach wieder im Unterricht zu erscheinen. Wir sind lieber weihnachtsgeschenke kaufen gegangen. Es stellte sich dann herraus, dass irgendein Neuntklässler anscheinend keine Arbeit schreiben wollte und sich deswegen einen Scherz erlaubt hat. Naja, dank ihm wurde uns immerhin ein nerviger Montag erspart.

Samstag, 24. November 2012

Letzten Freitag wurden wir früher aus der Schule geholt, damit wir "direkt nach Hause" fahren konnten um fertig zu packen und dann ins Auto zu steigen. Erst mal hat meine Gastmutter sich natürlich verspätet, dann musste sie noch eine geschlagene dreiviertel Stunde einkaufen gehen und dann haben wir doch alle noch ein einhalb Stunden gebaucht, um startklar zu sein. Mal wieder 2 Stunden später als geplant ging's dann los. Die Frage ist, was man 12 Stunden lang in einem Auto macht. Wir haben uns für essen, schlafen, essen, Filme gucken, trinken und essen entschieden.
Um 03:00 Uhr morgens sind wir schließlich in einem Hotel angekommen, um dann nach vier Stunden Schlaf wieder aufzustehen. Ich hab mir zum Frühstück dann mit einer Waffelmaschine Waffeln gebacken und als wir unsere Sachen wieder zusammen gesucht hatten, sind wir weiter, um dann um 09:56 Uhr endlich die Grenze nach Kanada zu überqueren. Uns wurden ein paar Fragen gestellt, aber danach durften wir passieren. Zuerst einmal hat man nur kahle, braune Bäume ohne Blätter gesehen, was aber höchst wahrscheinlich an der Jahreszeit liegt. Außerdem gab es reichlich Gokart Bahnen am Straßenrand, allerdings ohne Gokarts.. Nach zwei weiteren Stunden fahren, während denen ich festgestellt habe, dass ich von Karotten Schluckauf kriege, sind wir dann am Toronto Congress Center angekommen, wo die make up Messe (IMATS) statt fand.
Eine riesige Halle, voll mit make up und auf alles gab's natürlich reichlich Rabatt, außerdem sind da ziemlich beeindruckende Gestalten rumgelaufen und natürlich sind wir auch nicht mit leeren Händen wieder Gefahren ;). 

 







 


 































 Da es erst halb 4 war, haben wir uns auf den weg in die Stadt gemacht, um Toronto von oben zu betrachten. Es ging 350 m in die Höhe in einem Fahrstuhl aus Glas... Michelle hat dann mit einem Nervenzusammenbruch käpfen müssen, aber wenn man nicht nach unten geguckt hat ging's, trotzdem gruselig. Die Fahrt hat an die 120 sec gedauert und irgendwann hat man nur noch Himmel vor sich gesehen. Oben angekommen haben wir den Sonnenuntergang schon fast verpasst, aber die Aussicht war atemberaubend! Nach einem kleinen Abendessen in dem überteuerten Restaurat, haben wir uns noch auf den Glasboden gestellt, von wo man direkt unter sich auf den Boden gucken konnte. Als ein Japaner aber angefangen hat neben mir auf und ab zu hpüpfen, wurde es dann auch mir zu viel und ich bin wieder gegangen.





Wir waren froh, als wir heile wieder auf festem Boden standen und in das Auto nicht eingebrochen wurde. Als wir in dem Hotel angekommen sind wo wir die Nacht über bleiben wollten, haben wir erst mal geduscht und sind dann ins Bett gegangen, um am nächsten Tag fit für Michelles Geburtstag zu sein. Nachdem wir Morgens unser neues Make Up ausprobiert hatten, habe ich ihr zwei Ketten geschenkt die sie sich gewünscht hatte. Als wir ausgechecket hatten, sind wir ihre Tante abholen Gefahren, um dann zu einer anderen Tante zu fahren,welche uns zum Mittagessen eingeladen hat. Sie hatte die süßesten Hunde überhaupt und ihr Haus war so voller Klavier spielender Schneemänner, Rentieren, Engeln und Weihnachtskram, dass man kaum noch Platz zum sitzen gefunden hat. Sogar der Baum (aus Plastik natürlich) war schon aufgebaut. Das Essen war extrem lecker und zum Nachtisch gab es überzuckerten Geburtstagskuchen, welchen ich am liebsten gleich wieder ausgespuckt hätte. 






Als wir uns verabschiedet hatten, haben wir die eine Tante wieder Zuhause abgesetzt und uns während der Fahrt zurück nach Amerika durch eine Pralinenschachtel probiert, die wir von der anderen Tante geschenkt bekommen hatten. 


An sich ist Kanada nicht sehr anders als Amerika, zumindest nicht auf den 
ersten Blick. Die kleinen Unterschiede sind, dass Mac Donalds Ahornblätter auf dem M kleben hat, hier auf jedem Autohaus richtige Autos geparkt stehen und es schwarze Eichhörnchen gibt. Ach ja und die berühmten Cheese fries (Poutin), die sonst nirgendwo anders erhältlich sind, darf man natürlich nicht vergessen zu erwähnen. Wir haben uns eine Packung zum teilen bei Wendy's geholt (da soll's angeblich die besten geben), aber wenn das stimmt, will ich nicht wissen, wie die woanders schmecken sollen. Erst einmal sieht das aus wie schon mal gegessen und wieder ausgespuckt und schmecken tun sie auch nicht besser! Was aber zu erwarten war. 

 










Ich saß dann mit einem recht schlechten Gefühl im Magen den Rest unseres Weges nach Niagara im Auto. Bevor wir die Grenze überquert hatten, haben wir bei einem Souvenir Laden halt gemacht, um Postkarten und anderen Kram zu kaufen. Von dort aus konnte man sogar schon das Donnern hören und den Wasserdampf von den Niagara Fällen aufsteigen sehen. Als wir schließlich die Brücke auf die amerikanische Seite überquert hatten, mussten wir durch den Zoll. Uns wurden wieder ein paar Fragen gestellt und wir sollten denen unsere Pässe zeigen. In meinem lag mein Einreisepapier schön an seinem Platz, wo ich es extra hingelegt hatte, dachten wir zumindest. Als wir dann aber freundlich darauf hingewiesen wurden, dass das Papier fehlt, ging das große suchen los. Vergeblich natürlich. Also hieß es aussteigen, Schlüssel abgeben, und in einem Raum voller Türken und Japaner warten, bis wir aufgerufen wurden. Meine Fingerabdrücke wurden neu genommen, ein neues Foto wurde gemacht und das Dokument neu gedruckt. Wir hatten Glück das es so einfach war, und meine Vorstellungen, den Rest meines Austauschjahres in Kanada verbringen zu müssen, doch nicht wahr geworden sind. Nachdem unser Auto durchsucht worden ist, durften wir wieder einsteigen und uns auf den Weg zu den Niagara Fällen machen. Es war atemberaubend die beleuchtet und bei Nacht zu sehen! Das Wasser ist da so doll runter gedonnert, dass es mindestens genau so hoch wieder zurück gespritzt worden ist und man nur froh war, hinter einem Zaun zu stehen. 





Nachdem wir ein paar Fotos gemacht hatten, sind wir dann schnell wieder ins warme Auto gestiegen, es war nämlich a****kalt da draußen!! Wir waren ziemlich froh als wir in unserem Hotel  ankamen. Es war ein ziemlich schickes Hotel, aber kaum hab ich die Tür zu unserem Zimmer  aufgemacht, war ich garnicht mehr so froh da zu sein. Das Zimmer war hübsch, aber es hat so EXTREM nach abgestandenem Zigarettenrauch, gemischt mit anderen Gerüchen, welche ich jetzt nicht näher beschreiben will, gestunken, dass mir beinahe die cheese fries wieder hoch gekommen sind. In dem Moment hab ich mich nur gefragt wie ich die Nacht überleben soll. Die Ironie dabei war, dass wir von diesem Schild begrüßt worden sind.


Da fragt man sich ob man lachen oder weinen soll. Wir haben uns umgezogen und ausgepackt (das alles in 3 Minuten) und sind dann zu T.G.I Fridays, was direkt in unserem Hotel war, zu Abend essen gegangen. 

 




                         The blue Brothers

Nachdem das erledigt war, sind wir schwimmen gegangen, um unsere Mozzarella Sticks wieder ab zu trainieren und nachdem auch das erledigt war sind wir Duschen gegangen, um dann mit der Decke überm Gesicht und Parfum auf dem Nachttisch schlafen zu gehen. 


Es war die schlimmste Nacht aller Zeiten, ich bin mit einem so dermaßen trockenen, schmerzenden Hals aufgewacht, dass ich bei jedem Wort drei Anläufe brauchte, um verstanden zu werden. Ich hab in dieser Nacht ernsthaft geträumt, dass ich es geschafft hab die Fenster auf zu kriegen (die hatten in echt nämlich kein Fenstergriff), es muss schon ziemlich schlimm gewesen sein, wenn man sogar nachts von frischer Luft träumt. Nach einem schnellen Frühstück bei Starbucks haben wir ausgecheckt und draußen angekommen erst mal tief durchgeatmet. Mit einer Freundin von Kirsten, die wir morgens getroffen hatten, sind wir dann noch mal zu den Niagara Fällen, um diese bei Tageslicht zu bestaunen. Sie hatten sich über Nacht nicht verändert, aber es war genau so beeindruckend wie am Abend zuvor. An diesem Tag wurden wir zwei mal von Chinesen gefragt, ob wir für ein Foto hin halten können. Ich weis wirklich nicht was die immer haben! Wir sind dann noch auf eine Platform gegangen die über dem Niagara River hängt. Das war wieder mal beängstigend hoch, aber man hatte eine perfekte Aussicht. 






Als wir uns dann von Kate (der Freundin) verabschiedet hatten, haben wir uns auf den Weg nach Ohio zu einer Freundin von Michelle gemacht, um diese für drei Stunden besuchen zu gehen. Sie war ziemlich nett und wir haben beschlossen, uns im Frühling mit ihr auf halbem Weg in Maryland zu treffen. Als wir dann fahren mussten, haben wir uns verabschiedet und es uns für den Rest des Weges nach Hause, so gut es ging, gemütlich gemacht. Um 05:00 Uhr morgens  sind wir dann mit schmerzenden Nacken angekommen.